„Kein Ende naht“ – zum Glück!

Viera Blech veröffentlichen ihre neue CD

„Kein Ende naht“ – Ein Titel, der wie ein Versprechen klingt!
Im gewohnten 2-Jahres-Rhythmus veröffentlichen Viera Blech ihr neues Album und wie auch schon bei den vorangegangenen Alben 20, Typisch untypisch, Serious? und Priority findet sich darauf kein einziger Blasmusik-„Klassiker“. Sie bleiben damit ihrem eigenen Weg treu – und der Erfolg zeigt, dass dieser Ansatz funktioniert. Live gehören sie sowieso zu den Besten und schaffen es wie keine andere Kapelle, jeden ihrer Auftritte in eine große Party zu verwandeln – und das komplett instrumental!

Neue Klänge, neue Impulse

Dass sie dieses Image, als modernste Blasmusikformation unter den traditionellen Kapellen auch auf ihren Alben weiter pflegen möchten, ist konsequent und nachvollziehbar. Und ganz ehrlich, wer braucht schon die x-te Einspielung der Fuchsgraben-Polka…?
Da bereichern die zahlreichen Neukompositionen die Blasmusikszene doch deutlich mehr. Auch vom neusten Album wird sicher der ein oder andere Titel den Weg ins Repertoire der Musikvereine finden.

Ein großer Favorit darauf ist der Titel Viventum von Martin Scharnagel. Nachdem er bereits auf dem Album Priority mit Zeitlos die moderne Polka neu definiert und gezeigt hat, wie gefühlvoll Polka klingen kann, legt er nun mit Viventum einen Walzer nach. Das entfernt sich deutlich von traditioneller Blasmusik, was man kritisch sehen kann, aber wer Zeitlos mochte, wird auch Viventum lieben.

Viera Blech bleibt sich treu

Der Großteil der weiteren Titel auf dem Album, dürfte für viele Musikvereine spieltechnisch eine Herausforderung darstellen. Dem Spaß am Hören, tut das natürlich keinen Abbruch. Viera Blech servieren ihr gewohnt abwechslungsreiches Programm: schwungvolle, traditionell gestaltete Blasmusik (Dalija-Boarischer, Lednická), bekannte Titel aus Rock, Pop und Film (Wham! Medley!, Reflection aus dem Disney-Klassiker Mulan, Always on my mind) sowie moderne, tanzbare Blasmusik (Umtahemd, Wüsn Hüt). Wie auch schon auf dem letzten Album 20 treten auch auf Kein Ende naht wieder die beiden Hornisten/Posaunisten Markus Nentwich und Michael Reiter als Solisten hervor. Nenntei und Michl hieß ihr letzter Titel. Der aktuelle heißt Michl und Nenntei (Ein charakterloses Duo) – an Kreativität mangelt es anscheinend nicht.

Den Abschluss des Album bildet der Titelsong Kein Ende naht, eine wunderschöne Weise von Trompeter Alexander Wartner. Hier hoffe ich sehr auf ein zukünftiges Arrangement für Blasorchester! Im Anschluss gibt es als Zugabe noch eine Live-Einspielung von Scharnagels Polka Unbeschwert ins Leben.

Fazit

Das Album Kein Ende naht macht große Freude zu hören. Durch die stilistische Vielfalt kommt dabei keine Sekunde Langeweile und die knapp 45 Minuten Laufzeit vergehen wie im Flug. Viera Blech bleiben ihrem Erfolgsrezept dabei treu und man kann nur hoffen, dass der Albumtitel wörtlich zu nehmen ist und wir in zwei Jahren das nächste Album erwarten dürfen.

Das Album ist inzwischen auf allen bekannten Streamingplattformen verfügbar. Wer es als klassische CD besitzen möchte, kann es direkt bei Viera Blech bestellen. Hier finden sich auch Hörproben.

Wie hat Dir das Album gefallen? Welcher ist Dein Lieblingstitel? Welchen Titel wünschst Du Dir als Blasorchester-Arrangement?
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